
Mutter im Wahn mit Machete erschlagen: Geständnis
n-tv
Eine Frau aus Bottrop wird mit einer Machete erschlagen. Jetzt steht ihr psychisch kranker Sohn vor Gericht. Bestraft werden kann er nicht.
Eine Frau aus Bottrop wird mit einer Machete erschlagen. Jetzt steht ihr psychisch kranker Sohn vor Gericht. Bestraft werden kann er nicht.
Essen (dpa/lnw) - Nach einer tödlichen Tat steht ein Mann aus Bottrop seit Dienstag vor Gericht. Der 30-Jährige hat bereits gestanden, seine Mutter am frühen Morgen des 17. August vergangenen Jahres mit einer Machete erschlagen zu haben. Angaben des Beschuldigten nach lag die 59-Jährige auf einem Sofa in der gemeinsamen Bottroper Wohnung. Die Schläge trafen sie auf den Kopf und auf die Arme. Sie starb noch am Tatort.
Zum Prozessauftakt am Essener Landgericht sprach der deutsche Beschuldigte von Wahnvorstellungen. Er habe gedacht, dass ihn seine Mutter töten werde, wenn er sie nicht töte. "Ich hatte panische Angst", sagte er den Richtern.
Nach der Tat hatte der 30-Jährige selbst die Polizei alarmiert, den Verdacht dabei aber auf unbekannte Täter gelenkt. Die Machete hatte er nach eigenen Angaben mehrere Jahre zuvor auf einem Flohmarkt gekauft, da er Sammler sei.
Die Staatsanwaltschaft wertet die Tat als Totschlag. Sie geht allerdings davon aus, dass der Bottroper aufgrund seiner Erkrankung an paranoider Schizophrenie zur Tatzeit schuldunfähig war. Eine Bestrafung kommt deshalb nicht in Betracht. Im Falle einer Verurteilung droht allerdings die unbefristete Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie – zum Schutz der Allgemeinheit. Für den Prozess sind noch Verhandlungstage bis zum 20. April angesetzt.













