
Schnellzug Berlin-Paris: Oberrheinregion schlägt Alarm
n-tv
Von der Spree soll künftig ein direkter schneller Zug an die Seine fahren. Aber auf welcher Strecke wird er verkehren? Kommunen an beiden Ufern des Rheins sind besorgt und wenden sich an die Hauptstädte.
Karlsruhe/Straßburg (dpa/lsw) - Deutsche und französische Rathauschefs und Parlamentarier haben dazu aufgerufen, den geplanten Direktschnellzug zwischen Berlin und Paris durch die Oberrheinregion zu führen. Die Strecke über Karlsruhe und Straßburg sei entscheidend für die Entwicklung eines Schienennetzes im Dienste Europas, heißt es in einem gemeinsamen Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Eine andere Wahl der Streckenführung wäre unverständlich und inkohärent." Straßburg ist Sitz des Europaparlaments.
Das Schreiben wurde vom Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD), seiner Straßburger Kollegin Jeanne Barseghian, Freiburgs Rathauschef Martin Horn (parteilos) und weiteren Verantwortlichen aus beiden Ländern verfasst. Es ist unter anderem an Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und den beigeordneten Minister für Verkehr in Paris, Clément Beaune, adressiert.
Wie die elsässische Regionalzeitung "Les Dernières Nouvelles d'Alsace" am Freitag berichtete, ist der Vorstoß eine Reaktion auf eine Ankündigung aus Frankreich, wonach der Hochgeschwindigkeitszug künftig über Frankfurt/Main auf einer anderen Route verkehren soll. Die alternative Streckenführung über die Mainmetropole wird in dem Appell nicht explizit angesprochen.
