
Rund eine Million Kubikmeter frischer Sand für Sylts Strände
n-tv
Experten prüfen auf Sylt, wie viel Sand durch Wind und Wellen in diesem Jahr fehlt. Die Sturmflutsaison auf der Insel war relativ ruhig. Günstig wird die Sandvorspülung aber dennoch nicht.
Experten prüfen auf Sylt, wie viel Sand durch Wind und Wellen in diesem Jahr fehlt. Die Sturmflutsaison auf der Insel war relativ ruhig. Günstig wird die Sandvorspülung aber dennoch nicht.
Hörnum/List (dpa/lno) - An die Strände der Urlaubsinsel Sylt werden in diesem Jahr rund 1,3 Millionen Kubikmeter Sand gespült, um die Küste zu sichern. Die jährlichen Sandvorspülungen werden etwa 9,2 Millionen Euro kosten, wie ein Sprecher des zuständigen Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) der Deutschen Presse-Agentur sagte.
"Die Verhältnisse sind vergleichsweise gut in diesem Jahr, wir haben wenige Sturmfluten gehabt, das ist ein gutes Zeichen", sagte Dirk van Riesen, Abteilungsleiter Wasserwirtschaft und Küstenschutz im Umweltministerium Schleswig-Holstein.
Bei der Fahrt mit Geländefahrzeugen hatte er sich entlang der Strände von Hörnum bis nach List ein Bild von den Schäden und kritischen Stellen gemacht. Mit dabei waren außerdem Theide Wöffler, Küstenmorphologe des LKN.SH, der Hörnumer Bürgermeister Udo Hanrieder sowie Manfred Uekermann, der Vorsitzende des Landschaftszweckverbandes.
Wöffler verwies etwa auf die beiden größeren Sturmtiefs Detlef und Joshua, die im Oktober 2025 über die Insel gefegt waren. Nach dem Sturmtief Tizian Anfang Januar sei die Saison aufgrund des anhaltenden Ostwindes ruhig verlaufen und keine weiteren größeren Ereignisse aufgetreten. "Die nächste Woche wird auch noch mal etwas windiger, aber alles in allem sind wir etwas unter dem Durchschnitt geblieben in dieser Saison." Im vergangenen Jahr waren rund zwei Millionen Kubikmeter Sand an die Strände gespült worden.













