
Rettungsfahrten in Brandenburg: Land will Crash vermeiden
n-tv
Die Finanzierung der Rettungseinsätze ist mancherorts mit den Kassen strittig. In Cottbus und im Kreis Dahme-Spreewald drohten Gebühren - das ist erstmal vom Tisch. Doch das Problem ist nicht geheilt.
Die Finanzierung der Rettungseinsätze ist mancherorts mit den Kassen strittig. In Cottbus und im Kreis Dahme-Spreewald drohten Gebühren - das ist erstmal vom Tisch. Doch das Problem ist nicht geheilt.
Potsdam/Cottbus (dpa/bb) - Die Rettungsfahrten in Brandenburg sind wegen der strittigen Finanzierung selbst zum Patienten geworden. Gesundheitsminister René Wilke (SPD) verkündete nach einem Spitzengespräch vom Dienstag ein Moratorium: Drohende Gebührenbescheide sind zunächst vom Tisch. Er wünscht sich, "dass das künftig wieder funktioniert, ohne dass das eskaliert". Eine Einigung ist offen.
Die Einsätze der Fahrten von Rettungswagen und Notarzt kosten Geld. Im Normalfall zahlen die Landkreise und kreisfreien Städte das Geld und die Krankenkassen erstatten die Summen. Die Finanzierung ist in Satzungen geregelt.
Der Verband der Ersatzkassen Berlin/Brandenburg dringt auf transparente und plausible Zahlen. In Cottbus hielten die Ersatzkassen eine Kostensteigerung von rund 30 Prozent von 2024 und 2025 nach eigenen Angaben für unplausibel. Auch in Dahme-Spreewald gab es Probleme.
Die drohenden Gebührenbescheide in Cottbus und in Dahme-Spreewald sind erstmal vom Tisch. In acht Kreisen oder kreisfreien Städten gibt es nach Angaben von Wilke keine Probleme, acht weitere verhandeln - dazu kommen die zwei "Krisenfälle".













