
Überraschung bei AfD: Büge statt Bollinger Fraktionschef
n-tv
Der Spitzenkandidat der AfD wird doch nicht Oppositionsführer im neuen Mainzer Landtag. Diese Funktion übernimmt ein Ex-CDU-Mann aus Berlin. Wer er ist und wie sich andere Fraktionsmitglieder äußern.
Der Spitzenkandidat der AfD wird doch nicht Oppositionsführer im neuen Mainzer Landtag. Diese Funktion übernimmt ein Ex-CDU-Mann aus Berlin. Wer er ist und wie sich andere Fraktionsmitglieder äußern.
Mainz (dpa/lrs) - Wenige Tage nach dem Wahlerfolg der AfD in Rheinland-Pfalz gibt es einen Wechsel an der Spitze der nun stärksten Oppositionsfraktion. Zum neuen Vorsitzenden wurde Michael Büge gewählt. Der 60-Jährige löst damit Jan Bollinger ab, der bisher der Fraktion vorstand und der die AfD als Spitzenkandidat in die Landtagswahl geführt hatte.
Die AfD hatte bei der Wahl am Sonntag ihren Stimmenanteil mehr als verdoppelt, sie konnte mit 19,5 Prozent das beste Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland einfahren. Angesichts der sich abzeichnenden Koalition aus CDU und SPD kommt der AfD-Fraktion demnächst die Rolle der Oppositionsführerschaft zu.
Für Bollinger, der auch Landeschef der AfD ist, ist die fraktionsinterne Wahl eine herbe Schlappe. Am Sonntagabend hatte der 49-Jährige aus Neuwied im Mainzer Abgeordnetenhaus noch ausgelassen mit dem AfD-Spitzenduo Alice Weidel und Tino Chrupalla gefeiert.
Bei der Wahl zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl hatte Bollinger im vergangenen Sommer trotz zweier überraschender Gegenkandidaten 71,33 Prozent der Stimmen erreicht. Nun bei der Wahl des neuen Fraktionschefs votierte den Angaben zufolge eine große Mehrheit für Büge und damit gegen Bollinger. Das genaue Abstimmungsergebnis teilte die Fraktion nicht mit.













