
Regionalbischof: Gemeinde lange außen vor bei Altar-Debatte
n-tv
Wo soll der Cranach-Triegel-Altar im Naumburger Dom stehen? Die Debatte läuft schon lange - allerdings lange ohne die Kirchengemeinde als Nutzerin des Doms.
Naumburg/Magdeburg (dpa/sa) - In der Debatte um den Standort des Cranach-Triegel-Altars im Naumburger Dom ist die evangelische Gemeinde als Nutzerin von der Denkmalseite laut Regionalbischof lange gar nicht einbezogen worden. Das Land habe nur mit den Vereinigten Domstiftern als Eigentümer, Verwalter und Erhalter gesprochen, sagte Regionalbischof Johann Schneider. Neu sei, dass das Land die Gemeinde nun einbeziehe. Der Gemeindekirchenrat werde in der nächsten Sitzung darüber beraten.
Offen sei auch noch, wie die Vereinigten Domstifte weiter entscheiden, so Schneider. Die Stiftung sei auch auf die Einnahmen aus den Eintritten in den Dom angewiesen. Der Unesco-Welterbetitel lege der Stiftung sehr strenge Auflagen auf. "Die Diskussion läuft", sagte Schneider.
Zuvor hatten die Staatskanzlei und das Ministerium für Kultur in der erneut aufgeflammten Debatte auf Anfrage mitgeteilt, sie stehe in engem Austausch mit der evangelischen Domgemeinde, den Vereinigten Domstiftern sowie der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. "In den Gesprächen konnte ein gemeinsames Verständnis hergestellt werden. Die Beteiligten sind sich einig, dass der Unesco-Welterbetitel des Naumburger Doms erhalten bleiben soll." Der genaue Weg ist aber noch offen.
