
Rechtsextreme besetzen Dach von geplanter Flüchtlingsunterkunft
n-tv
An einer in Dresden geplanten Flüchtlingsunterkunft müssen Polizisten anrücken, weil mehrere Rechtsextreme das Dach besetzen und ein Banner entrollen. Sie wollten offenbar länger dort bleiben, werden aber festgenommen.
Mehrere Rechtsextreme haben auf dem Dach einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Dresden ein Plakat mit dem Text "Kein Raum für Überfremdung" entrollt. Es habe sich um mindestens acht Personen gehandelt, sagte ein Polizeisprecher. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte seien noch zwei Männer auf dem Dach gewesen.
Polizisten hätten die Männer wiederholt angesprochen, diese hätten jedoch abgelehnt, das Dach zu verlassen. Gegen 21.50 Uhr holten Spezialkräfte des Landeskriminalamtes die Männer herunter, wie die Polizei mitteilte. Diese seien unverletzt geblieben. Auf dem Dach stellten Polizisten demnach diverse Utensilien fest, die darauf hindeuteten, dass sich die Männer auf ein längeres Verweilen eingestellt hatten.
Der Staatsschutz ermittelt gegen die beiden 21- und 25-jährigen Deutschen wegen Hausfriedensbruchs. Vor dem Gelände der geplanten Flüchtlingsunterkunft befanden sich am Abend "einige Dutzend Personen, offenkundig aus dem rechten Spektrum, die sich solidarisieren", wie der Sprecher schilderte. Auch Vertreter der rechtsextremen Partei Freie Sachsen waren den Angaben zufolge darunter.
