
Polizeigewerkschaft will mehr Taser für Bayerns Polizisten
n-tv
Nach den tödlichen Polizeischüssen von München ist die Diskussion um Elektroschocker wieder aufgeflammt.
München (dpa/lby) - Nach den tödlichen Polizeischüssen von München hat sich die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) dafür ausgesprochen, Streifenwagenbesatzungen vor allem in Ballungszentren mit Tasern auszustatten. Die Elektroschocker könnten in bestimmten Fällen zwischen dem Einsatz von Schlagstöcken und dem von Schusswaffen eine Lücke schließen, sagte Bayerns Landesvorsitzender der Polizeigewerkschaft, Jürgen Köhnlein.
Köhnlein begrüßte den Vorstoß von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), die Ausstattung mit Tasern bei der Bundespolizei voranzutreiben. "Das bringt Schwung in die Debatte", sagte er. In Bayern gebe es gute Gespräche mit dem Innenministerium.
Der Vorschlag der Gewerkschaft laute, jeden Streifenwagen mit einem solchen Gerät auszustatten, so dass einer der Beamten im Fall der Fälle damit vorgehen könne. Der andere stehe dann weiterhin mit der Schusswaffe bereit, falls der Taser nicht die gewünschte Wirkung zeige oder aufgrund der konkreten Konstellation nicht angewendet werden könne.
