
Pistorius hofft auf Zehntausende freiwillige Wehrdienstler
n-tv
Mit Fragebogen, Musterung und einem hohen Sold hofft der Verteidigungsminister auf bis zu 40.000 freiwillige Wehrdienstleistende pro Jahr, um die Vorgaben der NATO zu erfüllen. Die Union äußert bereits Zweifel - und pocht auf einen automatischen Wechsel zur Wehrpflicht, sollten sich nicht genug Menschen zum Dienst melden.
Bei seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause tagt das Bundeskabinett am kommenden Mittwoch ausnahmsweise im Verteidigungsministerium. Denn dann sollen die Pläne für den neuen Wehrdienst beschlossen werden, mit dem Verteidigungsminister Boris Pistorius pro Jahr Zehntausende neue Rekruten zur Bundeswehr bringen will - bis auf Weiteres auf freiwilliger Basis. Die wichtigsten Fragen und Antworten:
Was sehen die Pläne vor?
Ab dem kommenden Jahr soll in Anlehnung an das in Schweden praktizierte Modell an alle jungen Männer und Frauen ein Fragebogen versandt werden. Männer müssen ihn ausfüllen, für Frauen ist das freiwillig. Dabei soll das Interesse am Dienst in der Bundeswehr abgefragt werden. Geeignete Kandidaten und Kandidatinnen werden dann zur Musterung eingeladen.
