
Oklahoma hat strengstes Abtreibungsverbot der USA
n-tv
Seit Wochen streiten die USA über die gesetzliche Regelung von Abtreibungen. Eigentlich sind sie bis zur Lebensfähigkeit des Fötus erlaubt - allerdings gehen zahlreiche Bundesstaaten Sonderwege. So auch Oklahoma, wo die Eingriffe künftig nur noch in Ausnahmefällen möglich sind.
Im US-Bundesstaat Oklahoma sind künftig fast alle Abtreibungen untersagt. Gouverneur Kevin Stitt unterzeichnete ein Gesetz, das bis auf wenige Ausnahmen so gut wie alle Abtreibungen ab dem Zeitpunkt der Befruchtung untersagt. Es gelten nur wenige Ausnahmen. Das Gesetz sei das strengste Verbot im ganzen Land, schrieb die "Washington Post".
"Ich habe den Bürgern von Oklahoma versprochen, dass ich als Gouverneur jedes Gesetz zum Schutz des Lebens unterzeichnen würde, das auf meinen Schreibtisch kommt, und ich bin stolz darauf, dieses Versprechen heute einzulösen", erklärte der Republikaner Stitt. Vorbild ist eine hochumstrittene Regelung aus dem Bundesstaat Texas. Diese sieht vor, dass die Vorschrift nicht strafrechtlich durchgesetzt wird, sondern zivilrechtlich. Das Gesetz ermöglicht es Privatpersonen, zum Beispiel gegen Kliniken vorzugehen, die Abtreibungen durchführen.
Dieser rechtliche Kniff macht es auch besonders schwer, das Gesetz vor Gericht anzufechten. Eigentlich sind Abtreibungen nach einem Grundsatzurteil des Supreme Court von 1973 in den USA bis zur Lebensfähigkeit des Fötus erlaubt - heute etwa bis zur 24. Schwangerschaftswoche.













