
MV verdoppelt Zahl der Abschiebungen
n-tv
In Mecklenburg-Vorpommern scheiterten in der Vergangenheit zwei Drittel der geplanten Abschiebungen von Flüchtlingen. 2024 waren die zuständigen Behörden laut Innenministerium erfolgreicher.
Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern hat 2024 deutlich mehr Menschen ohne Bleiberecht abgeschoben als in den Vorjahren. Wie Innenminister Christian Pegel mitteilte, haben bis Mitte Dezember 369 Betroffene das Land verlassen. "Damit konnten fast doppelt so viele erfolgreiche Abschiebungen wie 2023 erfolgen", konstatierte der SPD-Politiker. Die Ausländerbehörden sowie die Einsatzkräfte von Landes- und Bundespolizei hätten mit ihrer Arbeit maßgeblich dazu beigetragen.
Nach Pegels Angaben hatte es im Jahresverlauf etwa 700 Versuche gegeben, Menschen ohne Bleiberecht in ihre Herkunftsländer oder in andere Länder, über die sie in die EU eingereist waren, zurückzuführen. In 52,5 Prozent der Fälle sei dies gelungen. Damit seien erstmals seit 2015 wieder mehr Abschiebungen erfolgreich gewesen als gescheitert, hieß es.
Ausreisepflichtige Personen versuchen häufig, sich der Abschiebung zu entziehen, indem sie untertauchen. In den Jahren zwischen 2017 und 2021 war nach Darstellung des Innenministeriums lediglich ein Drittel der geplanten Abschiebungen erfolgreich. Damit lag Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich der Bundesländer weit hinten. Laut Pegel kamen im zurückliegenden Jahr 335 Personen freiwillig der Aufforderung zur Ausreise nach. Auch das bedeute einen Anstieg gegenüber den Vorjahren.
