
Make Hummus, not war - oder Rote Linsensuppe mit Hühnerklößchen
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In ihrem zweiten Kochbuch zeigen der Israeli Oz und der Palästinenser Jalil zusammen mit Freundinnen und Freunden, dass Freundschaft und Verständigung über Grenzen hinweg möglich sind. Gemeinsam entwickeln sie im Berliner Restaurant "Kanaan" neue Rezepte mit Einflüssen aus aller Welt.
In ihrem zweiten Kochbuch zeigen der Israeli Oz und der Palästinenser Jalil zusammen mit Freundinnen und Freunden, dass Freundschaft und Verständigung über Grenzen hinweg möglich sind. Gemeinsam entwickeln sie im Berliner Restaurant "Kanaan" neue Rezepte mit Einflüssen aus aller Welt.
"Für uns geht es nicht nur darum, gutes Essen zuzubereiten und Gastgeber mit vollem Herzen zu sein. Wir wollen immer wieder neue Geschichten schreiben, mit jedem guten Moment, den wir gemeinsam erleben. Deshalb haben wir unsere Weggefährten eingeladen, mit uns zu kochen. So entstanden besondere Gerichte, die unsere Freundschaft und Gemeinschaft vertiefen", erklären die beiden Gastronomen Oz Ben David und Jalil Dabit ihre Motivation. Daraus entstand ihr zweites Kochbuch "Kanaan - Kochen ohne Grenzen".
Oz stammt aus Tel Aviv, Jalil aus Palästina, beide sind irgendwann beim Essen Freunde geworden und betreiben gemeinsam das Restaurant "Kanaan". Eingeladen haben sie Freunde aus der Berliner Gastroszene, Nachbarn und Lieferanten sowie Familienangehörige, um über Zutaten und Gewürze aus aller Welt nachzudenken und mit ihnen zu experimentieren.
Die Rezepte im Buch basieren auf der Liebe von Oz und Jalil zu hausgemachtem Essen, mit dem sie aufgewachsen sind. Ergänzt werden die Rezepte mit kleinen Geschichten, Erlebnissen, Rückblenden, Gefühlen. "Wir wollen uns nicht durch verschiedene Glaubensrichtungen oder kulturelle Eigenheiten begrenzen lassen, sondern gerade solche Menschen an unseren Tisch einladen, die nicht an denselben Gott glauben oder vielleicht gar nicht glauben, wir wollen mit Menschen zusammen kochen und essen, die anders sind als wir, anders denken, andere Sprachen sprechen", heißt es im Buch. Zum grenzenlosen Kochen haben die beiden Freunde viele Menschen eingeladen, aus Berlin sind unter anderen dabei die "Omas gegen Rechts" und der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, die Pfarrerin Maike Schöfer, die muslimische Theologin Kübra Dalkilic und die jüdische Bildungsreferentin Rebecca Rogowski aus der interdisziplinären Begegnungsstätte "House of One", die iranischen Zwillingsschwestern Forough und Sahar Sodoudi, die das "Dr & Dr Middle Eastern Culture and Food Lab" betreiben, sowie die Juristin und Mitbegründerin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee Seyran Ates, die wegen ständiger Morddrohungen unter polizeilichem Personenschutz steht.
Dieses zweite Kochbuch von Oz und Jalil wäre wie schon ihr Erstling "Kanaan. Das Kochbuch" (beide Südwest Verlag) nicht ohne die tatkräftige Mitarbeit von Elissavet Patrikiou entstanden. Eli, die Hamburgerin mit griechischen Wurzeln, ist eine renommierte Food- und Reportage-Fotografin sowie Kochbuchautorin und hat nicht nur die lebensnahen, sehr schönen Schwarz-Weiß- und Farbfotos beigesteuert, sondern auch Ideen und Rezepte.













