
Mahnwache – ADFC fordert mehr Sicherheit auf Radwegen
n-tv
Nach dem tödlichen Unfall in Hamburg-Moorfleet fordert der ADFC mehr Sicherheit für Radfahrer und kritisiert Behörden. Am Sonntag gab es eine Mahnwache an der Unfallstelle.
Nach dem tödlichen Unfall in Hamburg-Moorfleet fordert der ADFC mehr Sicherheit für Radfahrer und kritisiert Behörden. Am Sonntag gab es eine Mahnwache an der Unfallstelle.
Hamburg (dpa/lno) - Nach dem ersten tödlichen Fahrradunfall in diesem Jahr in Hamburg haben sich mehrere Dutzend Menschen zu einer Mahnwache an der Unglücksstelle im Stadtteil Moorfleet versammelt. In der Spitze seien rund 100 Personen gezählt worden, teilte die Polizei mit. Aufgerufen zu der Veranstaltung hatte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Auch ein weißes Ghostbike zum Gedenken an das Opfer wurde aufgestellt.
Beim ersten tödlichen Unfall in diesem Jahr war am Donnerstag ein 63 Jahre alter Fahrradfahrer von einem abbiegenden Lastwagen erfasst und getötet worden. Der Lkw sei kurz vor 6.00 Uhr von einem Firmengelände nach links abgebogen und dabei mit dem querenden Radfahrer kollidiert, teilte die Polizei mit. Der Fahrer habe den Radfahrer übersehen, hatte die Polizei in einer ersten Pressemitteilung erklärt. Der Mann starb noch am Unfallort. Der Lkw-Fahrer wurde vom Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes psychosozial betreut.
Der ADFC wirft Senat und Polizei Versagen vor. Das lasse sich an der Unfallstelle klar erkennen. So gebe es keine Haltelinie zur Fahrbahn und auch keine roten Markierungen. "Und das an einem Ort mit hohem Schwerlastverkehrsaufkommen und prinzipbedingt bereits gefährlichem Zweirichtungsradweg."
Laut Polizei kamen im vergangenen Jahr elf Radfahrer auf Hamburgs Straßen ums Leben, das war einer mehr als 2024.













