
CDU droht bitterer Fehlstart ins Superwahljahr
n-tv
Nach den ersten Prognosen liegen die Grünen mit Parteichef Özdemir in Baden-Württemberg mit ein bis drei Prozentpunkte vor der CDU. Dem 37-jährigen Hagel, der monatelang in den Umfragen mit großem Vorsprung geführt hat, droht ein Debakel. Das könnte auch Folgen für die Bundespolitik haben.
Nach den ersten Prognosen liegen die Grünen mit Parteichef Özdemir in Baden-Württemberg mit ein bis drei Prozentpunkte vor der CDU. Dem 37-jährigen Hagel, der monatelang in den Umfragen mit großem Vorsprung geführt hat, droht ein Debakel. Das könnte auch Folgen für die Bundespolitik haben.
Friedrich Merz hat sich wahrscheinlich zu früh gefreut. Als der CDU-Chef vor gut zwei Wochen den Parteitag in Stuttgart eröffnete, begrüßte er den baden-württembergischen Landesparteichef und Spitzenkandidaten Manuel Hagel unter dem Applaus von rund 1000 Delegierten "besonders herzlich" als "den zukünftigen Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg".
Am Wahlabend um 18.00 Uhr sieht es nun so aus, als könnte er sich getäuscht haben. In den ersten Prognosen liegen die Grünen mit dem früheren Bundesagrarminister und Parteichef Cem Özdemir an der Spitze ein bis drei Prozentpunkte vor der CDU. Dem 37-jährigen Hagel, der monatelang in den Umfragen mit großem Vorsprung geführt hat, droht ein Debakel, das auch Folgen für die Bundespolitik haben könnte. Dass die SPD an der Fünf-Prozent-Marke kratzt, kommt für die Koalition erschwerend hinzu.
Der größten Regierungspartei CDU droht ein unerwarteter und bitterer Fehlstart in ein Superwahljahr mit fünf Landtagswahlen und drei Kommunalwahlen, der zu den auf niedrigem Niveau stagnierenden Umfragezahlen auf Bundesebene passt. Sollte die CDU dann auch noch bei der Wahl in Rheinland-Pfalz in zwei Wochen mit Gordon Schnieder an der Spitze nur auf Platz zwei landen, dürfte das ein größeres Beben in der Kanzler-Partei nach sich ziehen.
In der schwarz-roten Koalition in Berlin hatte man insgeheim auf eine Punkteteilung für die beiden Wahlen gehofft: Die CDU gewinnt in Baden-Württemberg und stellt nach 15 Jahren wieder den Ministerpräsidenten. Und in Rheinland-Pfalz bleibt die SPD mit Ministerpräsident Alexander Schweitzer an der Macht. Damit hätten beide Bündnispartner leben können. Diese Gedankenspiele der Koalitionsstrategen könnten sich nun in Luft auflösen.













