
Münchner OB muss in Stichwahl
n-tv
Auch wenn ein landesweites Ergebnis für die Kommunalwahlen in Bayern erst im Verlauf der Woche erwartet wird. Schon jetzt steht fest: Der Münchner Oberbürgermeister Reiter und vier weitere müssen in die Stichwahl.
Auch wenn ein landesweites Ergebnis für die Kommunalwahlen in Bayern erst im Verlauf der Woche erwartet wird. Schon jetzt steht fest: Der Münchner Oberbürgermeister Reiter und vier weitere müssen in die Stichwahl.
Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter von der SPD muss in die Stichwahl. Bei der Kommunalwahl der Amtsinhaber kurz vor Auszählung aller Stimmbezirke mit 35,6 Prozent der Stimmen deutlich unter einer eigenen Mehrheit im ersten Wahlgang. Auf Platz zwei lag Dominik Krause von den Grünen, der mit 29,5 Prozent überraschend knapp hinter Reiter lag. CSU-Kandidat Clemens Baumgärtner lag kurz vor Auszählungsende bei 21,3 Prozent. Reiter strebt mit 67 Jahren eine dritte Amtszeit an.
Er sei enttäuscht von diesem Wahlabend, sagte Reiter im Bayerischen Rundfunk. Er habe im Wahlkampf "ein, zwei Fehler" gemacht, räumte er ein. Das habe die Wahl deutlich beeinflusst, was ihm sehr leid tue. Für ihn gehe es in den kommenden zwei Wochen bis zur Stichwahl unter anderem darum, Vertrauen zurückzugewinnen, betonte der Amtsinhaber.
Reiter war zuletzt vor allem wegen nicht vom Stadtrat genehmigter Zahlungen für ein Ehrenamt beim FC Bayern massiv in die Kritik geraten. Er bat dafür inzwischen um Entschuldigung. Und dann sagte der OB in einer Stadtrats-Sitzung noch das N-Wort - ganz nebenbei beim Blättern in Unterlagen. Mit dem Begriff "N-Wort" wird heute eine früher gebräuchliche rassistische Bezeichnung für Schwarze umschrieben. Reiter bat daraufhin in einem schriftlichen Statement um Entschuldigung: "Bei der Äußerung handelt es sich um ein Zitat aus einem Stück des Künstlers Fredl Fesl, das mir spontan über die Lippen kam bei der Frage, wo wir uns in der Tagesordnung befinden."
In Bayern sind gut zehn Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen gewesen. Im von der Bevölkerungszahl her zweitgrößten deutschen Bundesland werden in den Städten und Gemeinden insgesamt 39.300 Mandate vergeben. Es werden Stadt- und Gemeinderäte, Kreistage, Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister neu gewählt.













