
FDP stirbt den nächsten Tod - muss Lindner zurückkommen?
n-tv
Die Hoffnungen der FDP in ihrem Stammland Baden-Württemberg waren groß. Nach der verlorenen Bundestagswahl wollte sie ein Lebenszeichen aus Stuttgart senden. Doch nicht einmal dort gelingt das.
Die Hoffnungen der FDP in ihrem Stammland Baden-Württemberg waren groß. Nach der verlorenen Bundestagswahl wollte sie ein Lebenszeichen aus Stuttgart senden. Doch nicht einmal dort gelingt das.
Fast schon heimlich, still und leise scheint sich die FDP aus der deutschen Politik zu verabschieden. Nicht einmal in Baden-Württemberg gelingt den Liberalen der Sprung aus der Todeszone. Auch in ihrem Stammland, dort wo sie immer stark waren, schaffen die Freidemokraten es nicht über die Fünfprozenthürde. Ihr Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke hatte es selbst gesagt: "Wenn die FDP das in diesem Land nicht schafft, wird keiner glauben, dass sie irgendwo noch die fünf Prozent überspringen kann." Er sprach von der "Mutter aller Wahlen".
Damit könnte er recht haben. In diesem Superwahljahr droht der FDP nun eine Niederlagenserie - und danach ein dunkles, schwarzes Nichts. In Rheinland-Pfalz mag es noch vage Hoffnungen geben, aber in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sieht es sehr düster aus. Ob sie es noch einmal ins Abgeordnetenhaus von Berlin schaffen, wo am 20. September gewählt wird, ist ebenfalls offen.
Die Enttäuschung, die Ratlosigkeit war mit Händen zu greifen. "Das ist kein angenehmer Abend, das ist klar", sagte Rülke. "Das ist für uns sehr bedauerlich. Damit endet eine Tradition in Baden-Württemberg", sagte der langjährige FDP-Fraktionschef im Landtag von Baden-Württemberg in der ARD. "Wir haben eine extreme Polarisierung gesehen. Am Ende ging es nur noch um die Frage, wer Ministerpräsident wird." Die Berichterstattung habe sich auf Grüne, CDU und auch AfD konzentriert.
Damit hatte er nicht unrecht. Aber im Wahlkampf war die Wirtschaft, insbesondere die Angst vor dem Abstieg als Industrie-Powerhouse, das Top-Thema. Wenn da die traditionell wirtschaftsfreundliche Partei nicht punktet, wann dann? Generalsekretärin Nicole Büttner hatte sogar auf einen Erfolg gewettet und als Einsatz angeboten, ihre Haare abzuschneiden. Parteichef Christian Dürr hatte auf dem Dreikönigstreffen in Stuttgart noch einen Neustart beschworen. Alles vergeblich.













