
Müssen 450.000 europäische Soldaten in die Ukraine - oder gar keine?
n-tv
US-Präsident Trump will Frieden in der Ukraine stiften, aber die Europäer dafür in die Pflicht nehmen. Sollen deshalb europäische Soldaten in die Ukraine geschickt werden – und wenn ja, wie viele? Die Meinungen dazu gehen auseinander. Einen ersten Plan haben die Nato-Partner bereits.
Vielleicht träumt Donald Trump weiter vom Friedensnobelpreis. An seiner Rolle als Friedensstifter für die Ukraine hält der US-Präsident jedenfalls fest. Trump versucht, seine russischen und ukrainischen Amtskollegen bald an einen Tisch zu bringen. Sollten Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin tatsächlich ernsthaft verhandeln, wird sich der Blick anschließend auf die Europäer richten - mit der Frage: Was wollen sie konkret leisten für die Sicherheitsgarantien der Ukraine?
Eines gleich vorweg: Bevor irgendein europäisches Land auch nur einen Soldaten in die Ukraine schickt, muss es einen Waffenstillstand mit Russland geben. Wenn die Waffen irgendwann schweigen, werden die Europäer helfen müssen, den Frieden militärisch abzusichern. Trump sprach zwar von US-Sicherheitsgarantien für Kiew ähnlich der Beistandspflicht nach Artikel 5 der Nato - schwieg jedoch zu weiteren Details. Zudem stellte US-Vizepräsident JD Vance klar: Die USA wollten nur eine minimale Rolle bei der Friedenssicherung spielen; die hauptsächliche Arbeit sehen sie bei den Europäern.
