
Mädchen aus Freizeitbad gelockt: Angeklagter legt Geständnis ab
n-tv
Ein Mädchen verschwindet im vergangenen Sommer aus dem Freizeitbad Rulantica in Rust. Stunden später wird das Kind in einem Waldstück entdeckt - nur mit Bikini und Badeschlappen bekleidet. Ein 31-Jähriger räumt jetzt vor Gericht die Tat ein. Zu Details will er sich erst zu einem späteren Zeitpunkt äußern.
Ein Mädchen verschwindet im vergangenen Sommer aus dem Freizeitbad Rulantica in Rust. Stunden später wird das Kind in einem Waldstück entdeckt - nur mit Bikini und Badeschlappen bekleidet. Ein 31-Jähriger räumt jetzt vor Gericht die Tat ein. Zu Details will er sich erst zu einem späteren Zeitpunkt äußern.
Im Prozess um den mutmaßlichen sexuellen Missbrauch eines Kindes im südbadischen Rust hat ein angeklagter Mann ein Geständnis abgelegt. Er soll ein sechsjähriges Mädchen aus dem Erlebnisbad Rulantica gelockt und in einem Maisfeld sexuell missbraucht haben. "Ich bereue sehr, dass das geschehen ist", ließ der 31-Jährige vor dem Landgericht in Freiburg über seinen Anwalt erklären. "Ich kann mir auch nicht erklären, wie es dazu kommen konnte."
Zuvor hatten sich Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Kammer auf einen Strafrahmen für den Mann verständigt. Wahrscheinlich ist nun eine Haftstrafe zwischen mindestens drei Jahren und neun Monaten sowie höchstens vier Jahren und neun Monaten Gefängnis, sagte der Vorsitzende Richter.
Zu Details und Fragen will sich der Angeklagte erst zu einem späteren Zeitpunkt äußern. Die Eltern des Mädchens sagten zum Schutz des Kindes hinter verschlossenen Türen aus.
Dem Angeklagten aus Rumänen wird unter anderem sexueller Missbrauch, sexuelle Nötigung und versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft sprach der Angeklagte die Sechsjährige an und bot ihr an, ein Taxi zu rufen, das sie zu den Eltern bringen könne. Danach führte er das Kind aus dem Bad und in ein nahes Maisfeld. Dort, so die Staatsanwaltschaft, habe er Kokain geschluckt und das Kind aufgefordert, ebenfalls davon zu nehmen - "um es gefügig zu machen", wie die Staatsanwältin es formuliert. Das Kind habe die Substanz allerdings fallengelassen. "Du bist überhaupt kein guter Mann", soll es gesagt haben, als der 31-Jährige schließlich versuchte, es sexuell zu missbrauchen. Als sich das Mädchen aber immer wieder wehrte, habe der Mann das Kind in ein Gebüsch an einer Straße geworfen und die Flucht ergriffen.













