
Literaturpreis von Rheinland-Pfalz für Nino Haratischwili
n-tv
Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreicht der Schriftstellerin und Regisseurin die Carl-Zuckmayer-Medaille für Verdienste um die deutsche Sprache. Diese habe sie ohne Wenn und Aber adoptiert, sagt die Preisträgerin.
Mainz (dpa/lrs) - Mit einem leidenschaftlichen Hilfsappell für die Menschen in der Ukraine hat die Schriftstellerin Nino Haratischwili am Mittwoch die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz entgegengenommen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) würdigte sie als sprachmächtige Autorin, die Haltung mit dem Mut zum großen Erzählen verbinde. "In ihren Büchern und Theaterstücken entfaltet sich das ganze Panorama menschlicher Freude und menschlichen Leids." Bildstark und schonungslos zeige sie, wie Menschen lebten und überlebten.
Nino Haratischwili sei eine Stimme Osteuropas, die dringend gehört werden müsse, sagte Dreyer. Ihr Werk fordere dazu auf, die Perspektive osteuropäischer Länder verstehen zu lernen. Für alles finde die Preisträgerin Worte, auch für Macht in all ihren Färbungen. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine seien ihre Romane erschreckend aktuell. Dabei finde Nino Haratischwili zu einer eigenen Sprache für Menschlichkeit.
"Sicherheit ist eine Illusion, alles kann sich von einem Augenblick auf den nächsten ändern", sagte Haratischwili in ihrer Dankesrede mit Blick auf den Georgien-Krieg von 2008. Jetzt gehe das Grauen in der Ukraine immer weiter. "Lasst uns diesen Krieg nicht zu einem Hintergrundrauschen werden lassen, denn diese Menschen brauchen unsere Hilfe."

Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher rechnet damit, dass der Streit um die "Lifestyle-Teilzeit" auf dem CDU-Parteitag zumindest im Hintergrund eine Rolle spielen wird. Aktuell dominiere zwar der wirtschaftsliberale Flügel. "Aber natürlich gibt es in der CDU auch andere, die darauf hinweisen, dass die Union immer gut damit gefahren ist, sich dem Neoliberalismus nicht komplett auszuliefern."












