
Lehrer sollen KI erkennen – und Umgang mit Technik fördern
n-tv
Viele Schüler nutzen Künstliche Intelligenz, um Hausaufgaben zu erledigen. Das ist nicht immer erlaubt. Auf Software, um KI-generierte Texte zu erkennen, wird in Thüringen trotzdem oft verzichtet.
Viele Schüler nutzen Künstliche Intelligenz, um Hausaufgaben zu erledigen. Das ist nicht immer erlaubt. Auf Software, um KI-generierte Texte zu erkennen, wird in Thüringen trotzdem oft verzichtet.
Erfurt (dpa/th) - Beim Erkennen von KI-Nutzung bei Schularbeiten setzt das Thüringer Bildungsministerium auf Lehrer statt auf Maschinen. "An Thüringer Schulen ist derzeit keine landesweite Technik zur KI-Erkennung im Einsatz", sagte eine Sprecherin des Bildungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. "Kontrollsoftware ist fehleranfällig und kann derzeit weder rechtssicher noch pädagogisch belastbar zwischen menschlichen und KI-Texten unterscheiden."
Grundsätzlich gebe es an den Schulen ein großes Bewusstsein dafür, dass sehr viele Schüler KI-Anwendungen nahezu täglich nutzen – gerade auch für ihre Schularbeiten. Die bundesweiten Studien dazu seien bekannt und würden "in fachliche Erwägungen einbezogen", sagte die Sprecherin. Spezielle Erhebungen zur Nutzung von KI an den Schulen im Freistaat gebe es nicht.
Aus der jüngsten JIM-Studie (Jugend, Information, (Multi-)Media) geht beispielsweise hervor, dass 2025 fast drei Viertel der Jugendlichen in Deutschland KI zum Erledigen ihrer Hausaufgaben oder zum Lernen genutzt haben. Im Vorjahr waren es noch zwei Drittel gewesen.
"Insgesamt wird KI inzwischen weniger zum Ausprobieren und Spaß haben herangezogen, sondern hat sich mehr zu einem Alltagswerkzeug entwickelt, das vor allem im schulischen Kontext an Gewicht gewinnt", heißt es in der Studie. Die Erhebung zeigt auch, dass Jugendliche mit formal höherem Bildungshintergrund KI häufiger nutzen als Jugendlichen mit einem niedrigeren Bildungshintergrund.













