
Kriegstouristen pilgern in die Ukraine
n-tv
Der "Schwarze Tourismus" in der Ukraine boomt: Etliche ukrainische Unternehmen bieten Touren in das vom Krieg verwüstete Land an. Manche Touristen suchen dabei den Nervenkitzel - und nicht überall sind sie willkommen.
"Ein bisschen Angst habe ich schon", sagt Alberto Blasco Ventas angesichts der russischen Raketen, die fast täglich Kiew angreifen. "Ich bin zum ersten Mal in einem Kriegsgebiet." Dabei hat der 23-jährige Spanier eine anstrengende Reise auf sich genommen, um den Krieg hautnah zu erleben. Und Blasco Ventas ist bei weitem nicht der einzige Kriegstourist in der Ukraine - immer mehr Ausländer wollen die Zerstörung mit eigenen Augen sehen.
Der Spanier blickt auf die kaputte Brücke von Irpin, einer Vorstadt von Kiew. Die Ukrainer hatten die Brücke zu Beginn des Krieges 2022 gesprengt, um den Vormarsch der russischen Truppen auf die Hauptstadt zu stoppen. Heute ist Irpin eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten für Kriegstouristen.
