
Krankenstand laut Senatorin so hoch wie nie
n-tv
Corona ist noch nicht vorbei, doch auch andere Atemwegsinfektionen machen den Menschen und dem Gesundheitswesen zu schaffen. Die zuständige Senatorin zeichnet ein dramatisches Bild der Lage, und die Opposition hat Schuldige ausgemacht.
Berlin (dpa/bb) - Die aktuelle Welle von Atemwegserkrankungen bei Kindern und Erwachsenen ist nach Einschätzung von Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote die bisher folgenreichste dieser Art. "Wir haben in der Stadt und bundesweit einen Krankenstand, der so hoch ist wie noch nie", sagte die Grünen-Politikerin in einem Interview der "Berliner Morgenpost" (Dienstag). "Das merken wir im Gesundheitswesen, aber auch in anderen Bereichen wie bei der BVG und der S-Bahn. Wir spüren die Ausfälle überall."
Die Infektionswelle sei einmalig, so Gote. "Wir sehen, dass die Welle früher kommt als sonst und dass es noch nirgendwo in ganz Deutschland eine solche Welle von RSV-Infektionen bei Kindern gegeben hat. Sie ist stärker als in früheren Jahren, zugleich sind auch andere Viruserkrankungen unterwegs, und Corona ist auch noch da."
Neben dem Influenzavirus kursiert momentan das Respiratorische Synzytialvirus (RSV) stark, das insbesondere für kleine Kinder und Säuglinge gefährlich sein kann, mit dem sich aber auch Erwachsene anstecken. Vor allem Kinderkliniken und -stationen sind dadurch im Moment stark ausgelastet. Erschwerend kommt Personalmangel hinzu, weil auch Ärzte und Pflegepersonal an Influenza, RSV und Corona erkranken.

Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher rechnet damit, dass der Streit um die "Lifestyle-Teilzeit" auf dem CDU-Parteitag zumindest im Hintergrund eine Rolle spielen wird. Aktuell dominiere zwar der wirtschaftsliberale Flügel. "Aber natürlich gibt es in der CDU auch andere, die darauf hinweisen, dass die Union immer gut damit gefahren ist, sich dem Neoliberalismus nicht komplett auszuliefern."












