
Junge Gruppe der Union sieht Lösung in Rente mit 70
n-tv
Massive Rentensteigerungen in den kommenden Jahren würden das Rentensystem kollabieren lassen, sagt der Vorsitzende der Jungen Gruppe der CDU/CSU. Er wirbt für eine Reform, die nicht nur zulasten der jüngeren Generationen geht. Eine Lösung sieht er im Renteneintritt ab 70 Jahren.
Der Vorsitzende der Jungen Gruppe der Unionsfraktion im Bundestag, Pascal Reddig, fordert grundlegende Reformen des deutschen Rentensystems. In der "Welt" nannte der CDU-Abgeordnete dazu vier Punkte. "Eine grundsätzliche Reform ist nötig, die die Lasten fairer auf alle Schultern verteilt, statt die jüngere Generation einseitig zu benachteiligen, wie es derzeit der Fall ist", mahnte Reddig. Man müsse sich darauf einstellen, "länger zu arbeiten", auch müsse man sich "von einigen nicht unbedingt erforderlichen, aber teuren Vorzügen unseres Rentensystems" verabschieden.
Eine Rentenkommission soll ab 2026 Reformpläne erarbeiten. Zwei Schritte hatte das Bundeskabinett bereits auf den Weg gebracht. Das Rentenniveau soll bis 2031 bei 48 Prozent gesichert und die Mütterrenten für Eltern von vor 1992 geborenen Kindern verbessert werden. Beides soll mit Milliardenbeträgen aus dem Bundeshaushalt finanziert werden.
