
Hausärzte üben Kritik am Bundesgesundheitsministerium
n-tv
Magdeburg (dpa/sa) - Der Hausärzteverband Sachsen-Anhalt hat das Bundesgesundheitsministerium in der Debatte über Obergrenzen für Biontech-Impfstoff kritisiert. "Die Verabreichung genau dieses Impfstoffes hat das Vertrauen bei den Bürgern und Ärzten in die Wirksamkeit und Sicherheit der Corona-Impfungen begründet", teilte der Verband am Montag mit. Die Begrenzung der Biontech-Lieferungen führe das Ziel des Impffortschritts "ad absurdum". Mit seinem Agieren treibe das Bundesgesundheitsministerium Hausarztpraxen "in den Kollaps", kritisierten die Hausärzte.
Das Bundesgesundheitsministerium hatte für die nächsten Wochen Begrenzungen bei Bestellmengen für den Biontech-Impfstoff angekündigt. Dafür soll das Präparat von Moderna bei den Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommen. Zur Begründung wurde auch darauf verwiesen, dass andernfalls ab Mitte des 1. Quartals 2022 eingelagerte Moderna-Dosen zu verfallen drohten.
Patienten sollten Ruhe bewahren, teilte der Hausärzteverband mit und richtete einen Appell an die Politik. "Sorgen Sie für ausreichend Dosen aller benötigten Impfstoffe und die dazugehörige Logistik für die Verteilung! Politische oder ökonomische Streitigkeiten haben keinen Platz in dieser Situation", hieß es.













