
Hapag-Lloyd-Gewinn bricht ein – Nahost-Krise treibt Kosten
n-tv
Hapag-Lloyds Gewinn ist stark gesunken. Der Konflikt im Nahen Osten und hohe Betriebskosten setzen dem Unternehmen zu. Was das für Aktionäre und die Zukunft bedeutet.
Hapag-Lloyds Gewinn ist stark gesunken. Der Konflikt im Nahen Osten und hohe Betriebskosten setzen dem Unternehmen zu. Was das für Aktionäre und die Zukunft bedeutet.
Hamburg (dpa/lno) - Wegen niedrigerer Frachtraten und gestiegener Kosten sind bei der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd im vergangenen Jahr die Gewinne eingebrochen. Bei einem Gesamtumsatz von rund 18,6 Milliarden Euro erzielte die weltweit fünftgrößte Reederei ein Konzernergebnis von 924 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Im Jahr zuvor hatte der Gewinn bei einem Umsatz von gut 19 Milliarden Euro noch bei knapp 2,4 Milliarden Euro gelegen.
Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen nannte 2025 dennoch ein gutes Jahr für die Reederei. "Wir haben unsere Transportmenge gesteigert und den Markt übertroffen." Angesichts des Ergebnisses wollen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 3,00 Euro je Aktie vorschlagen. Das entspreche einer Gesamtausschüttung von etwa 500 Millionen Euro.
Die Hansestadt Hamburg kann sich damit als Anteilseignerin auf voraussichtlich 73 Millionen Euro vor Steuern freuen - nach rund 200 Millionen im vergangenen Jahr. Die mit Abstand höchste Dividende erhielt Hamburg während der Corona-Pandemie. Damals überwies Hapag-Lloyd für das Geschäftsjahr 2022 mehr als 1,5 Milliarden Euro an die Stadt.
Für das laufende Geschäftsjahr sieht Habben Jansen schwierige Zeiten auf die Reederei zukommen. Schon zu Beginn des Jahres hätten ungünstige Wetterbedingungen die Geschäftsentwicklung belastet. "Außerdem führt der Konflikt im Nahen Osten nun zu erheblichen Störungen in unserem Netzwerk sowie zu einem deutlichen Anstieg der operativen Kosten."













