
Bericht: Pentagon erwägt Umleitung der Ukraine-Waffenhilfe
n-tv
Erst einen knappen Monat läuft der israelisch-amerikanische Militäreinsatz gegen den Iran. Das Waffenarsenal der USA wird damit an einem weiteren Ort massiv beansprucht. Das Pentagon erwägt nun offenbar einen drastischen Schritt.
Erst einen knappen Monat läuft der israelisch-amerikanische Militäreinsatz gegen den Iran. Das Waffenarsenal der USA wird damit an einem weiteren Ort massiv beansprucht. Das Pentagon erwägt nun offenbar einen drastischen Schritt.
Der Ukraine drohen einem Bericht zufolge weitere Einschnitte bei der Waffenhilfe durch die Vereinigten Staaten. So soll das US-Verteidigungsministerium erwägen, für die Unterstützung der Ukraine angedachte Waffensysteme stattdessen in den Nahen Osten umzuleiten, wie die "Washington Post" unter Berufung auf drei mit den Planungen vertraute Personen berichtet. Die finale Entscheidung sei jedoch noch nicht getroffen worden.
Dem Bericht zufolge könnten darunter Abfangraketen zur Luftverteidigung aus dem PURL-Programm sein. Mittels dessen liefern die USA vor allem von europäischen Verbündeten bezahlte Waffen in die Ukraine. Diese sind für das Land entscheidend bei der Abwehr russischer Raketen- und auch Drohnenangriffe. Durch den seit Ende Februar laufenden Krieg gegen den Iran haben die USA samt ihren verbündeten Golfstaaten aber selbst einen stark erhöhten Bedarf entwickelt, um iranische Angriffe abzuwehren.
Nach jüngster Einschätzung der Nato erhält die Ukraine trotz des Iran-Kriegs weiter wichtige Rüstungsgüter von ihren Unterstützern. "Die gute Nachricht ist, dass notwendige Ausrüstung weiterhin in die Ukraine geliefert wird", sagte Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Inwiefern er bei seiner Aussage weitere Einschnitte zuungunsten der Ukraine bereits einkalkuliert, bleibt fraglich. Gleichzeitig forderte Rutte die Rüstungsunternehmen der Nato-Länder auf, ihre Produktion zu erhöhen. Dies ist bereits seit Jahren ein Mantra der Nato, scheint aber zu dauern.
Nachdem US-Präsident Donald Trump seinen Vorgänger Joe Biden im Amt abgelöst hatte, war die US-Unterstützung der Ukraine bereits deutlich zurückgefahren worden. Andere Nato-Länder versuchen, in die Bresche zu springen. Die US-Waffenhilfe bleibt aber von entscheidender Bedeutung.













