
Hamburgs CDU: Partnerschaft mit St. Petersburg beenden
n-tv
Seit fast 70 Jahren sind Hamburg und St. Petersburg Partnerstädte. Der Krieg gegen die Ukraine hat zu einem neuen Pakt mit Kiew geführt. Sollten die Beziehungen nach Russland komplett beendet werden?
Seit fast 70 Jahren sind Hamburg und St. Petersburg Partnerstädte. Der Krieg gegen die Ukraine hat zu einem neuen Pakt mit Kiew geführt. Sollten die Beziehungen nach Russland komplett beendet werden?
Hamburg (dpa/lno) - Zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine kommen Vertreter von Senat und Bürgerschaft am Dienstag (14.00 Uhr) zu einer Gedenkveranstaltung am Rathaus zusammen. Innensenator Andy Grote (SPD) will eine Rede halten. Hamburg hat in den vergangenen vier Jahren vor allem die ukrainische Hauptstadt unterstützt. Zwei Monate nach Kriegsbeginn hatten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und sein Kiewer Amtskollege Vitali Klitschko einen "Pakt für Solidarität und Zukunft" geschlossen.
Im Rahmen dieser Vereinbarung hat die Hansestadt medizinische und andere Hilfsgüter nach Kiew geschickt. Nach Angaben des Senats wurden unter anderem mehr als zehn Rettungswagen und 21 Nahverkehrsbusse sowie Helme, Lungenautomaten und Schutzwesten geliefert. Nach den jüngsten russischen Luftangriffen auf die Energieinfrastruktur half Hamburg mit zwei Generatoren für ein Hilfszentrum in der Region Kiew, wie ein Senatssprecher mitteilte. In dem Zentrum werden traumatisierte Kinder und Familien betreut, die zum Teil aus Kriegsgebieten evakuiert wurden.
In Hamburger Krankenhäusern werden Kriegsverletzte aus der Ukraine behandelt. Seit Beginn des Angriffskrieges habe Hamburg eine zweistellige Anzahl an Patienten über das sogenannte Kleeblatt-System übernommen, davon fast ausschließlich Soldaten, erklärte eine Sprecherin der Sozialbehörde. Das Verteilungssystem war ursprünglich für Corona-Patienten entwickelt worden, um eine Überlastung der Intensivstationen in Deutschland zu vermeiden.
Ein Chirurg der Hamburger Agaplesion-Klinik engagiert sich besonders stark. Er stammt selbst aus der Ukraine und war nach Angaben einer Kliniksprecherin schon lange vor dem Krieg Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie. Im vergangenen Oktober operierte er einen schwer verletzten ukrainischen Soldaten an beiden Füßen.













