
Gesundheitsforscher warnt vor neuer Form der Alkopops
n-tv
In Supermärkten buhlen seit einiger Zeit ebenso bunte wie süße und alkoholhaltige Fertigmixgetränke um die Aufmerksamkeit der jungen Kundschaft. Ein Gesundheitsforscher fühlt sich an den Boom der Alkopops in den Nullerjahren erinnert. Er warnt: Durch eine Gesetzeslücke ist die Situation gefährlicher als früher.
Gesundheitsforscher schlagen Alarm wegen des wachsenden Erfolgs alkoholischer Fertigmixgetränke in Deutschland. Laut der "Süddeutschen Zeitung" fühlen sich die Experten an den Alkopops-Boom der 2000er-Jahre erinnert: In den vergangenen zwölf Monaten hat die Branche mit den Spirituosen-Mixgetränken einen Umsatz von mehr als 715 Millionen Euro erzielt. Damit sei der Umsatz binnen zwei Jahren um 20 Prozent gestiegen, heißt es. Im Sommer 2023 lag er den Angaben zufolge bei 595 Millionen Euro.
Tobias Effertz forscht an der Universität Hamburg zu den volkswirtschaftlichen Kosten des Alkoholkonsums. "Das ist das gleiche Problem wie in den Nullerjahren", sagt er in der Zeitung. "Starke Süße wird mit Alkohol kombiniert. Das macht es Jugendlichen leichter, das zu konsumieren. Die Situation ist sogar gefährlicher geworden, der Alkoholgehalt ist jetzt höher."
