
Gericht verhandelt Mord nach mehr als 40 Jahren
n-tv
Nach mehr als 40 Jahren steht ein 62 Jahre alter Mann wegen der Ermordung eines Psychologie-Professors in Düsseldorf vor Gericht. Eine DNA-Spur führte die Ermittler nach Italien.
Nach mehr als 40 Jahren steht ein 62 Jahre alter Mann wegen der Ermordung eines Psychologie-Professors in Düsseldorf vor Gericht. Eine DNA-Spur führte die Ermittler nach Italien.
Am Düsseldorfer Landgericht wird am kommenden Dienstag ein 42 Jahre alter Mordfall, ein sogenannter Cold Case, verhandelt. Die Ermittler sind überzeugt, den Mord an einem Psychologie-Professor aufgeklärt zu haben. Der Hochschullehrer war 1984 in seinem Wohnhaus in Hilden bei Düsseldorf erstochen worden.
Jahrzehntelang blieb der Mord unaufgeklärt, bis sich Cold-Case-Spezialisten die Akten- und Spurenlage noch einmal vornahmen. Eine DNA-Spur führte sie schließlich 2023 nach Italien zu einem heute 62 Jahre alten Verdächtigen, der inzwischen an die deutsche Justiz ausgeliefert worden ist.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Italiener heimtückischen Mord vor. Der Verdächtige habe sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert, sagte eine Gerichtssprecherin. Seine Verteidigerin gab auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme ab.
Im April 1984 war die Leiche des Professors in dessen Wohnhaus entdeckt worden. Sie wies 24 Messerstiche auf. Die Ermittler rekonstruierten aufgrund der Spurenlage einen heimtückischen Angriff von hinten. Zudem soll das Haus durchsucht gewesen sein. Da weder ein Fenster eingeschlagen noch eine Tür aufgebrochen war, ging die Kripo davon aus, dass der Hochschullehrer seinen Mörder selbst hereingelassen und vermutlich gekannt hat.













