
Fotoausstellung zu Israel nun möglicherweise im Landtag
n-tv
Mit der Verschiebung einer Fotoausstellung zum Alltagsleben in Israel sorgt Finanzminister Heiko Geue für Fragen und Kritik. Nun gibt es Überlegungen für einen alternativen Standort.
Schwerin (dpa/mv) - Die vom Finanzministerium aus Sicherheitsgründen verschobene Fotoausstellung zum Alltagsleben in Israel wird nun möglicherweise im Schweriner Schloss, dem Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern, zu sehen sein. Wie Finanzminister Heiko Geue mitteilte, lässt Landtagspräsidentin Birgit Hesse prüfen, ob die Ausstellung im Schloss zeitnah gezeigt werden kann. Dieses Angebot erfreue ihn, erklärte der SPD-Politiker.
In der Vorwoche hatte er die bereits angekündigte Eröffnung der Ausstellung über Momente des Alltags in Israel, die der ehemalige "SVZ"-Journalist Max Stefan Koslik bei einem mehrmonatigen Aufenthalt in Fotos festgehalten hatte, kurzfristig abgesagt. "Leider musste die Ausstellung verschoben werden, bis die organisatorischen und baulichen Sicherheitsvorkehrungen in weiterer Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden abgeschlossen sind", begründete Geue nun nochmals seine Entscheidung. Die Fotoschau sollte am 11. Juni im Foyer des Finanzministeriums eröffnet werden.
CDU-Landespartei- und -Fraktionschef Daniel Peters hatte die Verschiebung angesichts des zunehmenden Antisemitismus als fatales Zeichen und politisch brandgefährlich bezeichnet. Er verwies auf Angaben des Innenministeriums, wonach die Polizei bereit und in der Lage sei, die Sicherheit der Ausstellung zu gewährleisten.
