
Flughafenchef kritisiert Steuererhöhungspläne der Ampel
n-tv
Fliegen wird in Deutschland wohl bald teurer werden. Ab Mai soll die Luftverkehrssteuer nach dem Willen der Bundesregierung steigen. Der Geschäftsführer des Hamburger Flughafens sieht die Branche in Gefahr.
Hamburg (dpa/lno) - Hamburgs Flughafenchef Christian Kunsch hat die geplante Erhöhung der Luftverkehrssteuer scharf kritisiert. Auch mit beabsichtigten Fördermittel-Kürzungen für nachhaltige Kraftstoffe gefährde die Bundesregierung den Luftfahrtstandort Deutschland und letztlich auch Arbeitsplätze, sagte der Geschäftsführer des Hamburger Flughafens der Deutschen Presse-Agentur. Hamburg sei mit seinem Luftfahrt-Cluster der weltweit drittgrößte Aviation-Standort der Welt. "Es hängen hier also ganz viele wertvolle Arbeitsplätze davon ab."
De facto sei Deutschland in Europa bereits jetzt für die Airlines das teuerste Land zum Fliegen. "Jetzt noch mal etwas on top zu legen ist nicht gut, weil wir im Wettbewerb mit dem Ausland stehen."
Die hohen Kosten für das Fliegen machten sich bereits jetzt in der Entwicklung der Branche bemerkbar. "Die meisten anderen Länder sind in ihrer Erholung nach der Corona-Krise schon bei 100 oder über 100 Prozent. Deutschland ist das Schlusslicht in Europa", sagte Kunsch. "Wir liegen etwa bei 80 Prozent."
