
FDP-Spitzenkandidatin kontert Merz-Attacke
n-tv
Nach der Wahl in Baden-Württemberg erklärt CDU-Chef Merz die FDP für tot und fordert die Rheinland-Pfälzer auf, CDU zu wählen. Die FDP-Spitzenkandidatin sieht vor allem Nervosität beim Bundeskanzler.
Nach der Wahl in Baden-Württemberg erklärt CDU-Chef Merz die FDP für tot und fordert die Rheinland-Pfälzer auf, CDU zu wählen. Die FDP-Spitzenkandidatin sieht vor allem Nervosität beim Bundeskanzler.
Mainz (dpa/lrs) - Die FDP-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, Daniela Schmitt, hat die Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über die Liberalen als "durchschaubaren Versuch" kritisiert, von seinen "eklatanten Wortbrüchen" abzulenken. "Statt politischer Häme gegenüber Mitbewerbern wäre bei der CDU dringend Selbstkritik angebracht", sagte Schmitt, die auch Ministerin für Wirtschaft und Verkehr ist, in Mainz.
Das FDP-Debakel bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat aus Sicht von CDU-Chef Merz das Schicksal der Liberalen bundesweit besiegelt. "Die FDP ist nun seit gestern endgültig sozusagen von der politischen Bühne in Deutschland verschwunden. Sie wird keine Rolle mehr spielen", hatte Merz am Montag in Berlin gesagt.
Er forderte die Wählerinnen und Wähler der FDP auf, "jetzt die CDU in Rheinland-Pfalz zu wählen, damit es einen entsprechenden Wechsel im Amt des Ministerpräsidenten geben kann". CDU-Landeschef und Spitzenkandidat Gordon Schnieder äußerte sich dazu zunächst nicht.
"Die FDP in Rheinland-Pfalz ist alles andere als tot – und eines ist klar: Es steht einem Bundeskanzler nicht zu, ein solches Urteil über die politische Zukunft einer demokratischen Partei zu fällen", kritisierte Schmitt. "Wer wenige Tage vor einer wichtigen Wahl politische Mitbewerber so herabsetzt, zeigt vor allem eines: Nervosität."













