
Drug Checking: Kostenlose Drogentests verzögern sich
n-tv
Berlin (dpa/bb) - Die Einführung des sogenannten Drug Checkings, des Testens von Drogen auf Verunreinigungen, verzögert sich in Berlin weiter. Die nötigen beiden Personalstellen im Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin (GerMed) seien noch nicht geschaffen und besetzt, antwortete der Senat auf eine Anfrage der Linken. Vor der Abgeordnetenhauswahl im September werde es dazu voraussichtlich auch keinen Beschluss mehr geben. Allerdings sollen die Stellen "sobald wie möglich" geschaffen und besetzt werden. Dann stünden auch die Laborkapazitäten bereit.
Die Kooperationsvereinbarung der beteiligten Senatsverwaltungen, der Staatsanwaltschaft, der Polizei, den Projektträgern und dem Labor sei fertiggestellt und werde derzeit unterzeichnet, erklärte der Senat. Bei dieser Form der Drogenberatung können Konsumenten ihre Rauschmittel kostenlos auf Inhaltsstoffe prüfen lassen. Dazu gibt es auch Sprechstunden mit Gesprächen und einen Labortest. Das Ergebnis soll über das Internet, telefonisch oder in einem weiteren persönlichen Gespräch abgefragt werden können.
Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher rechnet damit, dass der Streit um die "Lifestyle-Teilzeit" auf dem CDU-Parteitag zumindest im Hintergrund eine Rolle spielen wird. Aktuell dominiere zwar der wirtschaftsliberale Flügel. "Aber natürlich gibt es in der CDU auch andere, die darauf hinweisen, dass die Union immer gut damit gefahren ist, sich dem Neoliberalismus nicht komplett auszuliefern."












