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Die Party ist vorbei – Was Netflix in Deutschland jetzt zahlen muss

Die Party ist vorbei – Was Netflix in Deutschland jetzt zahlen muss

Die Welt
Thursday, February 05, 2026 06:43:08 PM UTC

Die großen Streamingdienste verdienen in Deutschland Hunderte Millionen, zahlten bisher aber praktisch nichts zurück. Nach massivem Protest der Filmbranche müssen sie nun investieren. Doch ausgerechnet Donald Trump könnte das Gesetz noch kippen.

Die großen Streamingdienste verdienen in Deutschland Hunderte Millionen, zahlten bisher aber praktisch nichts zurück. Nach massivem Protest der Filmbranche müssen sie nun investieren. Doch ausgerechnet Donald Trump könnte das Gesetz noch kippen. Zum Glück, könnte man angesichts des Berliner Katastrophenwinters sagen, ist jetzt wenigstens diese Kuh vom Eis: Die Streamer, die hierzulande Hunderte von Millionen Euro durch Abos verdienen und darauf praktisch keine Steuern zahlen, müssen dem Filmstandort Deutschland nun etwas zurückgeben. Müssen. Nicht können, wenn sie Lust haben, wie das der bisherige Vorschlag von Kulturstaatsminister Weimer vorsah. Es wird ein Gesetz zur Investitionsverpflichtung geben. Darauf haben sich die Koalitionsfraktionen geeinigt und damit den geschlossenen Protesten der gesamten Branche Rechnung getragen. Die Einigung ist nicht notwendigerweise eine Niederlage von Weimer, weil sie sowohl Elemente einer gesetzlichen Vorschrift als auch einer freiwilligen Selbstverpflichtung enthält. Grundsätzlich wird das Gesetz vorschreiben, dass die amerikanischen Streamer (und die deutschen Sender) acht Prozent ihres jährlichen deutschen Nettoumsatzes hierzulande reinvestieren müssen. Und zwar in neue Serien und Kinofilme, denn die hiesige Produktionslandschaft soll ja stimuliert werden; es wird also nicht reichen, Lizenzen für bestehende Werke einzukaufen. Weil die Streamer grundsätzlich keine Geschäftszahlen bekannt geben, erhält die Berliner Filmförderungsanstalt (FFA) den Auftrag, den Umsatz so genau wie möglich zu berechnen. Die Streamermillionen gehen, anders als von Kritikern gern verbreitet, nicht in deutsche Fördertöpfe, sondern die Plattformen behalten die Verfügungsrechte. Nur müssen sie sie eben für neue Produktionen ausgeben.

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