
Den Göttern so nah: Was zwei Beile auf einem Felsen verraten
n-tv
Nach einer Entdeckung auf einer Felsformation im Sauerland sind sich Archäologen sicher: Die hoch aufragenden Steine dienten den Menschen vor über 2000 Jahren rituellen Zwecken.
Nach einer Entdeckung auf einer Felsformation im Sauerland sind sich Archäologen sicher: Die hoch aufragenden Steine dienten den Menschen vor über 2000 Jahren rituellen Zwecken.
Olsberg (dpa/lnw) - Mit schwerem Werkzeug kletterten Menschen vor über 2000 Jahren auf einen mehr als 60 Meter aufragenden Felsen, meißelten mühsam Quarz aus dem Gestein, zerstießen es zu feinem Staub, verfüllten die Grube und legten kaum mehr brauchbare Beile sorgsam im rechtem Winkel angeordnet auf das verschlossene Loch.
"Das ist keine profane Handlung. Das ist eigentlich total verrückt", sagt der Archäologe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Manuel Zeiler. Über die Situation, die er und seine Kollegen bei einer Grabung entdeckten, berichteten die Forscher nun an den Bruchhauser Steinen im Sauerland. Der Fund liefert wichtige Erkenntnisse über die Bedeutung des Ortes.
Die Menschen der Eisenzeit hätten das Quarz viel leichter am Fuße des Berges gewinnen können. Ohne all die Mühe und nicht auf einem wind- und wetterumtosten Felsen mitten im Sauerland, wie Zeiler erklärt.
Dass sie es doch taten, lässt für die Forscher nach einer Ausgrabung an den Bruchhauser Steinen im Sommer 2025 erstmals den sicheren Schluss zu: Dieser Ort muss für die Menschen der Eisenzeit im religiösen Verständnis eine wichtige Rolle gespielt haben.













