
Deutsche Biathletinnen landen irgendwo im Nirgendwo
n-tv
Schon vor den letzten beiden Saisonrennen gewinnt Lou Jeanmonnot die große Kristallkugel. Für die Französin ist es der erste Triumph im Gesamtweltcup bei den Skijägerinnen. Die Deutschen enttäuschen abermals.
Schon vor den letzten beiden Saisonrennen gewinnt Lou Jeanmonnot die große Kristallkugel. Für die Französin ist es der erste Triumph im Gesamtweltcup bei den Skijägerinnen. Die Deutschen enttäuschen abermals.
Vanessa Voigt machte auf dem Zielstrich nochmals einen Ausfallschritt, doch dabei ging es nur noch um Ergebniskosmetik statt um den ganz großen Coup. Die deutschen Biathletinnen haben zum Auftakt des Finals am Holmenkollen erneut nur eine Nebenrolle gespielt. Es droht die erste sieglose Weltcup-Saison der Geschichte, die Leistungen im Sprint machten nur wenig Hoffnung für das Wochenende. Voigt kam als Beste über die 7,5Kilometer mit einer Strafrunde auf Rang 16, mehr als eine Minute fehlte zum Podest.
Sie sei "schon" unzufrieden, sagte Voigt im ZDF: "Da war mehr drin. Ich habe nicht viel Feedback vom Ski bekommen, habe mich auf der Strecke nicht so wohl gefühlt. Aber der eine Fehler muss nicht sein." In der Nationenwertung verteidigte Deutschland trotz der durchwachsenen Ergebnisse den komfortablen Vorsprung auf die sechstplatzierten Finninnen, die in Oslo ebenfalls schwächelten. "Das soll nicht arrogant klingen, aber das sollte schon drin sein für eine Biathlon-Nation wie Deutschland", betonte Voigt.
Die Französin Lou Jeanmonnot sicherte sich nach der dramatischen Niederlage im Duell mit Franziska Preuß im Vorjahr vorzeitig den Gesamtweltcup, ist nach Platz sechs in den letzten beiden Rennen nicht mehr zu verdrängen. Den Tagessieg holte sich die fehlerfreie Schwedin Hanna Öberg in 20:20,4 Minuten, ihre jüngere Schwester Elvira (0 Strafrunden/+20,1 Sekunden) wurde Dritte. Dazwischen schob sich lediglich die Italienerin Lisa Vittozzi (0/+5,3).
Für das DSV-Team sind die Rennen am Holmenkollen die letzte Chance zum Abwenden einer historischen Nullnummer. "Es war nicht die Saison für die Deutschen", hatte Ikone Uschi Disl bereits vor dem Finale im Gespräch mit dem Sportinformationsdienst gesagt. In den vorherigen 63 Rennen gab es keinen einzigen Sieg, auch für das Podest reichte es lediglich siebenmal - in Einzel- und Staffelrennen zusammengenommen. An dieser Negativbilanz änderte sich auch am Freitag nichts.













