
Brandenburg will mehr für Menschen mit Behinderungen tun
n-tv
Rund 500.000 Menschen in Brandenburg haben eine festgestellte Behinderung. Für sie soll das Leben im Alltag mit einem Aktionsplan der Landesregierung verbessert werden.
Potsdam (dpa/bb) - Mit mehr Barrierefreiheit und mehr Unterstützung will die Brandenburger Landesregierung das Leben für Menschen mit Behinderungen stärker erleichtern. Das rot-schwarz-grüne Kabinett beschloss am Dienstag ein "behindertenpolitisches Maßnahmenpaket 3.0", das die bisherigen Aktionspläne fortschreibt und weiterentwickelt. Die 55 Aufgaben, die dort beschrieben sind, sollen bis zum Jahr 2027 - also über die nächste Landtagswahl hinaus - von allen Ministerien umgesetzt werden. Damit soll auch der UN-Behindertenrechtskonvention Rechnung getragen werden.
"Das ist eine Selbstverpflichtung der Landesregierung auch über diese Legislaturperiode hinaus, sich weiter auf den Weg zu machen für ein inklusives Land Brandenburg", sagte Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Potsdam. Die konkreten Maßnahmen betreffen Bildung, Arbeit, Wohnen, Mobilität, Bauen, Gesundheit, Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport. Es gehe nicht um die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben, sondern um konkrete Maßnahmen darüber hinaus, sagte die Beauftragte für Belange der Menschen mit Behinderungen, Janny Armbruster.
Unter Inklusion wird die Einbeziehung von Menschen mit und ohne Behinderung verstanden. Das Ziel der Inklusion ist nach Angaben des Bundesfamilienministeriums, dass in Deutschland alle Menschen unabhängig vom Grad eines Hilfebedarfs selbstbestimmt leben können.
