
Bischof ruft vor Corona-Protesten zur Besonnenheit auf
n-tv
Erfurt (dpa/th) - Angesichts erneuter Ankündigungen von Protestaufmärschen gegen die Corona-Maßnahmen hat der katholische Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr die Menschen in Thüringen zur Besonnenheit aufgerufen. "Schauen Sie genau hin, unter welchen Parolen und mit wem Sie da mitmarschieren", sagte er am Freitag in der Landeshauptstadt. Gleichzeitig verurteilte der Geistliche die Gewalt gegen die Polizei. Es sei völlig inakzeptabel, wenn Polizistinnen und Polizisten im Einsatz beschimpft würden oder körperliche Gewalt erführen.
"Ich danke den Thüringer Polizistinnen und Polizisten sehr für ihren Einsatz für unsere Sicherheit", sagte Neymeyr. Die Polizei versuche, mit Besonnenheit und Augenmaß die öffentliche Ordnung zu gewährleisten. Ihr Einsatz in sehr belastenden und gefährlichen Situationen werde oft zu wenig gewürdigt. Besonders jetzt in der Advents- und Weihnachtszeit, wo auch viele Polizeiangehörige nicht bei ihren Familien sein könnten, sollte die Bevölkerung ihnen den Rücken stärken und für ihren wichtigen Dienst Anerkennung zollen.
"Oft wird der Dienst der Polizistinnen und Polizisten als etwas Selbstverständliches betrachtet und erfährt wenig Wertschätzung. Dabei wird übersehen, dass die Einsatzkräfte häufig sehr belastenden und gefährlichen Situationen ausgesetzt sind", erklärte der Bischof.

Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher rechnet damit, dass der Streit um die "Lifestyle-Teilzeit" auf dem CDU-Parteitag zumindest im Hintergrund eine Rolle spielen wird. Aktuell dominiere zwar der wirtschaftsliberale Flügel. "Aber natürlich gibt es in der CDU auch andere, die darauf hinweisen, dass die Union immer gut damit gefahren ist, sich dem Neoliberalismus nicht komplett auszuliefern."












