
Baerbock will mehr Ministerinnen
n-tv
Obwohl noch nichts nach außen dringt - bei den Koalitionsverhandlungen der Ampel-Partner wird es wohl hitzige Diskussionen über Personal-Fragen geben. Grünen-Chefin Baerbock setzt sich dafür ein, dass die Posten im Bundeskabinett künftig mindestens zur Hälfte an Frauen vergeben werden.
Annalena Baerbock, Parteichefin der Grünen, setzt sich für Geschlechtergerechtigkeit im künftigen Bundeskabinett der Ampel-Koalition ein. Für eine paritätische Besetzung der Ministerposten wie auch weiterer politischer Ämter seien nicht nur ihre Partei, sondern auch die Bündnis-Partner verantwortlich, sagte sie im Interview mit dem "Spiegel". Die "gleiche Repräsentanz von Frauen und Männern im Bundestag oder auch in einer Regierung wird es nicht geben, wenn sich nur eine Partei darum kümmert", so Baerbock.
Die FDP hatte zuvor deutlich gemacht, dass sie die paritätische Besetzung des Kabinetts nicht für ihre Aufgabe hält. Dass Christian Lindner sich nach eigenen Angaben auch nicht um die Gleichstellung in der eigenen Partei bemühe, wollte Bearbock nicht kommentieren. Sie wolle sich nicht in die "inneren Angelegenheiten der FDP" einmischen. Auch zu konkreten Personalien bei der Besetzung des Kabinetts äußerte sie sich noch nicht. Anschließend betonte Baerbock jedoch, dass eine "Regierung des Fortschritts" sich "natürlich nicht am letzten Jahrhundert orientieren" dürfe.

Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher rechnet damit, dass der Streit um die "Lifestyle-Teilzeit" auf dem CDU-Parteitag zumindest im Hintergrund eine Rolle spielen wird. Aktuell dominiere zwar der wirtschaftsliberale Flügel. "Aber natürlich gibt es in der CDU auch andere, die darauf hinweisen, dass die Union immer gut damit gefahren ist, sich dem Neoliberalismus nicht komplett auszuliefern."












