
„Ich habe Bauchschmerzen, wenn ich an den Schulstart denke.“
RTL
In Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern beginnt am Montag das neue Schuljahr. Dario Schramm, Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, schaut...
In Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern beginnt am Montag das neue Schuljahr. Dario Schramm, Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, schaut besorgt auf den Schulstart. Für den Schülervertreter hat die Politik die Zeit in den Sommerferien versäumt und die Schulen nicht ausreichend auf eine vierte Welle vorbereitet. "Ich habe Bauchschmerzen, wenn ich an den Start des Schuljahres denke. Es ist dasselbe Spiel wie im Vorjahr, es wurde zu wenig vorbereitet.", so der Schülervertreter, und sieht die Versäumnisse klar bei der Politik: "Wenn zum Beispiel Armin Laschet sagt, dass Präsenzunterricht das Wichtigste sei, dann stimme ich ihm zwar inhaltlich zu – aber dann ist er auch in der Verantwortung zu sagen , wie es umgesetzt wird." Wenig Schuld sieht er dagegen bei den Schulen: "Die Schulen mussten es in der Pandemie immer ausbaden, man muss aber im System erkennen, dass die Vorgaben vom Land kommen" Die Bundesländer seien in den Sommerurlaub gegangen ohne ein nötiges Konzept zu erarbeiten, so Schramm. "Das finde ich zutiefst frustrierend. Weil es nicht die ersten Corona-Ferien sind, sondern mittlerweile die sechsten Ferien in der Pandemie. Da hätte ich mehr gewünscht." Im neuen Schuljahr würde sich für die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal nur wenig ändern, betont Schramm. Masken und Tests könnten zwar weiter der Grundstein sein, doch diese Maßnahmen müssten durch weitere Maßnahmen wie etwa Luftfilter ergänzt werden. Das vom Bund bereitgestellte Hilfspaket in Höhe von 200 Millionen Euro würde laut Schramm für den Ausbau aber nicht ausreichen. "Geeignete Luftfilter kosten zwischen 3.000 und 4.000 Euro, bei dem Hilfspaket des Bundes sind das nur knapp zwei Filter pro Schule.", so der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz und sagt weiter: "Das reicht hinten und vorne nicht. Hinzu kommt, dass das Geld – wie in vielen anderen Hilfspaketen im Schulbereich – zum einen noch nicht geflossen ist und zum anderen mit zu viel Bürokratie verbunden ist."
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