
Zu zehnt zwei Nato-Bataillone besiegt: Ukrainischer Soldat legt Schwächen offen
n-tv
Bei einer Nato-Übung erleben westliche Soldaten in einem Szenario eine herbe Niederlage. Ihr großes Problem: Sie können mit der Gefahr durch Drohnen nicht umgehen. Ein Ukrainer legt die Fehler schonungslos offen.
Bei einer Nato-Übung erleben westliche Soldaten in einem Szenario eine herbe Niederlage. Ihr großes Problem: Sie können mit der Gefahr durch Drohnen nicht umgehen. Ein Ukrainer legt die Fehler schonungslos offen.
Ein Bericht des "Wall Street Journals" über eine Großübung im Mai in Estland, bei der zehn Ukrainer zwei Nato-Bataillone besiegt haben, erhielt in den vergangenen Tage große Aufmerksamkeit. Das Manöver habe gravierende Schwächen im von Drohnen bestimmten Gefechtsfeld offenbart, hieß es. Was genau die Probleme aufseiten der Europäer waren, macht einer der beteiligten Ukrainer deutlich.
Über den Drohnenpilot berichtete die ukrainische Journalistin Diana Butsko vom Medium Hromadske auf der Plattform X. Er ist demnach Zugführer bei der 412. Nemesis-Brigade der ukrainischen Drohnenstreitkräfte. Diese soll bei dem Nato-Manöver innerhalb eines halben Tages 17 Fahrzeuge ausgeschaltet haben. Außerdem seien 30 Angriffe auf weitere Ziele durchgeführt worden.
"Die Infanterie reagierte schwach auf sich nähernde Bedrohungen aus der Luft", so der ukrainische Soldat über die Kämpfer der Nato. "In einigen Fällen versuchten sie sich zu zerstreuen, in anderen nicht. Sie verstanden nicht, dass es eine Bedrohung darstellt. Wir sagten ihnen, dass das nicht so sein sollte. Wenn es eine Bedrohung aus der Luft gibt, müsst Ihr Euch so schnell wie möglich verstecken und darüber nachdenken, welche Deckung Ihr wählt." Beim Anflug auf ein Ziel hätten die ukrainischen Drohnenpiloten zehn Nato-Soldaten gesehen, die in der Nähe standen und nicht reagierten.
Ein weiterer Fehler laut des Nemesis-Kämpfers: In Bereitstellungsräumen hätten die Nato-Einheiten ihre Ausrüstung nicht verteilt. Stattdessen habe diese im Abstand von 30 bis 50 Metern ziemlich nah beieinander gestanden. Die Ukrainer hätten so gar nicht groß suchen müssen. "Man sieht einfach eine Ansammlung und beginnt, sie systematisch zu bearbeiten."













