Zeit, sich wieder ordentlich zu streiten
Süddeutsche Zeitung
Der Wahlkampf ist bisher deprimierend inhaltsleer und hat so wenig mit den Problemen der Menschen zu tun. Muss das so sein? Aber nein, brennende Themen gibt es zur Genüge.
Die Vorstellung ist nicht ohne Reiz: Künftige Historiker, sagen wir in 100 Jahren, nähmen den deutschen Wahlkampf 2021 unter die Lupe. Sie müssten wohl annehmen, es habe sich um eine recht unbeschwerte und sorgenfreie Zeit gehandelt. Zumindest, so die Hypothese, schien der Wahlkampf seltsam unberührt von all den Problemen zu sein, welche die Welt seinerzeit plagten; Seuchen, Klimawandel und Naturkatastrophen, Bedrohung der Demokratie und Zukunftsängste. Aus Gründen, die mentalitätsgeschichtlich noch der Erforschung bedürften, haben sich die Menschen 2021 offenbar vor allem mit der Frage beschäftigt, wer irgendwann eine halbe Seite von einem Buch ins andere kopiert oder ein falsches Wort ausgesprochen habe.
Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.











