Wo bleibt die Solidarität?
Süddeutsche Zeitung
Zu Beginn der Pandemie herrschte ein großes, warmes Gefühl der kollektiven Verantwortung. Dann ließ die gemeinsame Anstrengung nach, die Impfkampagne lahmt. Was bedeutet das für die Gesellschaft der Zukunft?
Im Frühjahr des vergangenen Jahres, es ist gefühlt sehr lange her, wurde der Kampf gegen die Verbreitung der Coronaviren zu einer großen Gemeinschaftsleistung erklärt. Nicht staatliche Restriktionen, die in den späteren Wellen das umstrittene Mittel der Wahl waren, in kalter Verwaltungssprache "Maßnahmen" genannt, schienen die Ansteckungskurve in erster Linie herunterbringen zu können, sondern ein warmes, großes Gefühl der Verantwortung. Nur wenn "die Menschen" aus eigenem Antrieb mitmachten, hieß es damals, aus fürsorglicher Angst um die Alten und vor vollen Intensivstationen, nur dann sei das Schlimmste zu verhindern.
Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.











