"Wir wollen den Bauernhof neu definieren"
Süddeutsche Zeitung
Jazzmusik, experimentelle Küche und Workshops: Zwei Quereinsteiger sind auf einen Bauernhof in Südtirol gezogen - und haben einen Ort der Begegnung geschaffen. Ihr Ziel: Kultur und Landwirtschaft verbinden.
Über Nacht hat es geregnet. Nun dampfen Fichtenstämme und verwitterte Holzzäune in der Morgensonne. "Macht nichts, dass die Wiese nass ist", sagt Heiner Mayer Kaibitsch und stapft durch das kniehohe Gras auf den Apfelbaum zu, der hier, auf der Wiese unter dem Stanglerhof, wächst. Hangabwärts spitzt zwischen einer Waldschneise das St. Konstantin-Kirchlein mit seinem barocken Zwiebelturm hervor. Im Hintergrund erhebt sich das Schlernmassiv, grau und nebelverhangen. Zurück beim Hof drückt der Bauer dem Besucher einige Äpfel sowie rotgelbe Blüten der Kapuzinerkresse in die Hände, die er unterwegs in einem Beet abgerupft hat. "Die Kresse verwenden wir für Salate und Brotaufstriche, du kannst sie roh essen!" Dass er jetzt nasse Füße hat: Irgendwie passt das zu Mayer Kaibitsch und dem Stanglerhof.

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