
"Will ihn nicht in meinem Rathaus": Protest gegen Höcke-Auftritte
n-tv
AfD-Politiker Björn Höcke ist zu mehreren Auftritten in NRW - trotz verschiedener Versuche, das zu verhindern. Tausende Demonstranten gehen dagegen auf die Straße. Unter ihnen ist auch ein Oberbürgermeister.
AfD-Politiker Björn Höcke ist zu mehreren Auftritten in NRW - trotz verschiedener Versuche, das zu verhindern. Tausende Demonstranten gehen dagegen auf die Straße. Unter ihnen ist auch ein Oberbürgermeister.
Begleitet von Protesten hat der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke eine Reihe von Auftritten in Nordrhein-Westfalen begonnen. Rund 3300 Menschen beteiligten sich laut Polizei am späten Nachmittag an einer Kundgebung vor dem Dortmunder Rathaus, in dem Höcke am Abend eine Rede halten sollte. Die Veranstalter hatten ursprünglich nur mit 600 Menschen auf dem Friedensplatz vor dem Rathaus gerechnet.
Die größten Proteste werden an diesem Montag in Düsseldorf erwartet. Dort rechnet ein Bündnis aus Bürgerinitiativen, Kirche und Zivilgesellschaft mit deutlich mehr als 5000 Teilnehmern bei Demonstrationen gegen einen Auftritt von Höcke am Abend bei einer AfD-Veranstaltung in Düsseldorf.
Der Thüringer AfD-Chef ist stark umstritten. Zweimal wurde er wegen der Verwendung einer verbotenen Nazi-Parole rechtskräftig verurteilt. In Thüringen wird die AfD vom dortigen Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet.
In Dortmund war Höcke am Sonntagabend als Gastredner beim Neujahrsempfang der AfD-Fraktion eingeladen. Dortmunds CDU-Oberbürgermeister Alexander Kalouti hatte noch versucht, die Rede im Rathaus zu verbieten. Er war damit aber in einem Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gescheitert. Die Stadt hatte daraufhin am Samstagmorgen Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Münster eingereicht - das Gericht hatte sich aber am Wochenende nicht mehr mit dem Fall beschäftigt.













