
"Wer die AfD loswerden möchte, sollte eine Kerze für Merz und Spahn anzünden"
n-tv
Für den Erfolg der AfD ist nicht wichtig, was die AfD sagt oder macht, sondern ob die Regierung erfolgreich ist, sagt der Politikwissenschaftler Timo Lochocki. Aus seiner Sicht gibt es vier Politiker, deren Botschaften bei einem Teil der AfD-Anhänger ankommen.
Für den Erfolg der AfD ist nicht wichtig, was die AfD sagt oder macht, sondern ob die Regierung erfolgreich ist, sagt der Politikwissenschaftler Timo Lochocki. Aus seiner Sicht gibt es vier Politiker, deren Botschaften bei einem Teil der AfD-Anhänger ankommen.
ntv.de: Im jüngsten RTL/ntv-Trendbarometer hat die AfD trotz der Verwandtenaffäre kaum Einbußen hinnehmen müssen. Können rechtsradikale Parteien sich alles leisten, ohne Wähler zu verlieren?
Timo Lochocki: Nein, das kann man so nicht sagen. Denken Sie an die Ibiza-Affäre 2019 in Österreich.
Damals tauchte ein Video auf, in dem Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache mit einer falschen Oligarchen-Nichte aus Russland eine Reihe von halblegalen Optionen auf gegenseitige Gefälligkeiten sondierte.
Daran zerbrach nicht nur die Koalition aus ÖVP und FPÖ. Bei den folgenden Nationalratswahlen im September 2019 stürzte die FPÖ im Vergleich zur Wahl davor um fast zehn Prozentpunkte ab, auch wenn es im Vergleich zu den Umfragen vor der Ibiza-Affäre nicht ganz so viel war [in der ersten Mai-Hälfte war die FPÖ in den Umfragen noch auf 22 oder 23 Prozent gekommen, am Wahlabend waren es 16,2 Prozent]. Durch die Ibiza-Affäre entstand damals das Narrativ von der FPÖ als Selbstbeweihräucherungspartei, die Vetternwirtschaft betreibt und sich am Staat bereichert.













