
Merz hat drei Botschaften und eine Warnung
n-tv
Der Wahlsieg der CDU in Rheinland-Pfalz ringt sogar dem Kanzler ein Lächeln ab. Neuen Aufbruch, knospende Hoffnung kann auch die Bundes-CDU gut gebrauchen - für die anstehenden Reformen. Merz zeigt Zuversicht, bleibt aber zugleich vorsichtig.
Der Wahlsieg der CDU in Rheinland-Pfalz ringt sogar dem Kanzler ein Lächeln ab. Neuen Aufbruch, knospende Hoffnung kann auch die Bundes-CDU gut gebrauchen - für die anstehenden Reformen. Merz zeigt Zuversicht, bleibt aber zugleich vorsichtig.
So gut gelaunt wie Gordon Schnieder hat schon lange niemand mehr in der CDU ausgesehen. Freudestrahlend schreitet der Wahlsieger aus Rheinland-Pfalz am Tag danach ins Foyer des Konrad-Adenauer-Hauses. Selbst der Kanzler lächelt ein wenig, als Mitarbeiter der CDU-Zentrale in Berlin von der Balustrade applaudieren. Die Pressekonferenz nach dem Erfolg bei der Landtagswahl ist eine wesentlich fröhlichere Angelegenheit als die nach der Niederlage in Baden-Württemberg.
Denn Schnieder und sein Landesverband haben etwas geschafft, das der Partei vor zwei Wochen nicht geglückt ist. "Die CDU kann auch 2026 noch Wahlen gewinnen", stellt Merz fest. Es ist die erste Botschaft, die der Parteichef unters Volk bringen will. Was wie eine Binsenweisheit klingt, ist auch eine Anspielung auf den Özdemir-Schock. In Baden-Württemberg hatte die CDU sich einen sicher geglaubten Sieg noch nehmen lassen.
Dabei hatte die Parteiführung um Merz ursprünglich mit zwei Erfolgen gerechnet. Dass sie nun zumindest einen Sieg einfährt, lässt wieder ein wenig Zuversicht aufblühen. "Das alles gibt uns jetzt Rückenwind für die Landtagswahlen, die jetzt noch vor uns liegen", sagt Merz. Es sind noch drei, alle im September. Erst Sachsen-Anhalt, dann Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. In der Hauptstadt hat die CDU noch die besten Karten. In den beiden anderen Ländern könnte dagegen die AfD stärkste Kraft werden. Es sind dunkle Wolken am politischen Horizont.
Da kommt das fröhliche Lächeln Schnieders gerade recht, der den Erfolg auch noch im Verbund mit der Bundespartei einfuhr und es vermied, sich auf Kosten der Koalition in Berlin zu profilieren. Merz kam allein vier Mal nach Rheinland-Pfalz. Inhaltlich punktete er mit dem altbewährten CDU-Mix aus Wirtschaftskompetenz, innerer Sicherheit, strenger Migrationspolitik und Bildung. Ihm gelang das, was Merz auch gern schaffen würde: Die rechte Flanke einigermaßen zu schließen, ohne sich ganz rechts anzubiedern und in der Mitte zu verlieren.













