
Ricarda Lang fordert von Merz Stellungnahme im Fall Fernandes
n-tv
Die schweren Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen entfachen eine Debatte um sexualisierte digitale Gewalt gegen Frauen in Deutschland. Ein Bündnis von 250 prominenten Frauen um die Grünen-Politikerin Ricarda Lang fordert Konsequenzen.
Die schweren Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen entfachen eine Debatte um sexualisierte digitale Gewalt gegen Frauen in Deutschland. Ein Bündnis von 250 prominenten Frauen um die Grünen-Politikerin Ricarda Lang fordert Konsequenzen.
Ricarda Lang hat Bundeskanzler Friedrich Merz aufgefordert, sich im Fall Collien Fernandes und Christian Ulmen klar zu positionieren. "Ich würde mir wünschen, dass Friedrich Merz sich zu dem Fall Collien Fernandes äußert, denn er ist Bundeskanzler dieses Landes", sagte die Bundestagsabgeordnete von Bündnis90/die Grünen zu RTL/ntv. "Und als Bundeskanzler trägt er auch Verantwortung dafür, ob wir in einem Land leben, in dem sich Frauen sicher fühlen können - egal, ob auf der Straße oder im Netz."
Zugleich kritisierte Lang Defizite beim Schutz von Frauen vor digitaler Gewalt. "Wenn es um digitale Gewalt geht, wenn es um den Schutz von Frauen geht, dann versagt unser Rechtsstaat", sagte sie. "Dann kann ich das doch als Bundeskanzler nicht als Randnotiz abtun oder mit Ignoranz strafen." Sie erwarte vielmehr, "dass sich ein Bundeskanzler hinstellt und sagt: Gerade als Mann schweige ich nicht, ich relativiere dieses Thema nicht, sondern bin solidarisch - und bringe Gesetze auf den Weg, die dafür sorgen, dass Frauen in Zukunft geschützt werden."
Lang hatte gemeinsam mit 250 prominenten Frauen aus Politik, Kultur und Wirtschaft in einem offenen Brief ihre Solidarität mit der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes bekundet und zehn konkrete Forderungen an die Bundesregierung gestellt. Neben Lang wurde der offene Brief von Kristina Lunz vom Centre for Feminist Foreign Policy und der Journalistin und Filmemacherin Düzen Tekkal initiiert.
Unter den Unterzeichnerinnen befinden sich prominente Stimmen wie Veronica Ferres, Nina Chuba, Hazel Brugger, Carolin Kebekus oder Luisa Neubauer sowie hochrangige Politikerinnen wie Bärbel Bas und Claudia Roth. Auch die beiden "jerks."-Darstellerinnen Emily Cox und Pfeline Roggan unterstützen den Aufruf.













