
Machtwechsel in Mainz – Schweitzer behält Landtagsmandat
n-tv
Die CDU ist nach 35 Jahren deutlich stärkste Kraft in Rheinland-Pfalz. Für die Sozialdemokraten und ihren Spitzenkandidaten ist das ein tiefer Fall. Schweitzer nennt Gründe.
Die CDU ist nach 35 Jahren deutlich stärkste Kraft in Rheinland-Pfalz. Für die Sozialdemokraten und ihren Spitzenkandidaten ist das ein tiefer Fall. Schweitzer nennt Gründe.
Mainz (dpa/lrs) - Auf die Schlappe in Baden-Württemberg folgt für die SPD ein noch herberer Tiefschlag: Der Machtverlust in Rheinland-Pfalz nach 35 Jahren. Anders als seine Vorgänger Malu Dreyer, Kurt Beck und Rudolf Scharping hat es Alexander Schweitzer im recht sicher geglaubten SPD-Stammland nicht geschafft. Die SPD rutschte vielmehr auf ihr historisch schlechtestes Landtagswahlergebnis in Rheinland-Pfalz ab (25,9 Prozent) und liegt gut fünf Prozentpunkte hinter den Christdemokraten (31,0 Prozent).
Einen solch eindeutigen Sieg hatte sich auch in der Kummer gewöhnten jahrzehntelangen Oppositionspartei CDU kaum jemand erträumt. Viele hatten sich vor der Wahl bereits darüber gefreut, als kleinerer Partner in einer großen Koalition in die Regierung einzuziehen. Auch der voraussichtlich künftige Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) hatte gesagt, dass er nichts zu verlieren habe.
Von einer SPD/CDU-Koalition gingen auch viele Sozialdemokraten aus. Für viele war dies nach zehn Jahren Ampel-Regierung nicht das favorisierte Bündnis. Nach dem Ergebnis, das auf eine CDU/SPD-Koalition hindeutet, war vor allem eins zu sehen: Schockstarre.
Anders als FDP-Spitzenkandidatin und Landeschefin Daniela Schmitt, die vorbereitet auf das Ausscheiden ihrer Partei, am Wahlabend wenige Minuten nach 18.00 Uhr ihre Niederlage eingestand, ließ Schweitzer bis zum ersten Statement deutlich mehr als eine Stunde auf sich warten. Am Morgen nach der Wahl fuhr er nicht – wie es üblich ist – zur Bundespartei nach Berlin, deren stellvertretender Vorsitzender er ist und sagte Interviews ab. Er nahm aber digital an den Gremiensitzungen teil und äußerte sich am späten Nachmittag.













