
Was jungen Menschen bei der Landtagswahl in MV wichtig ist
n-tv
Zum ersten Mal dürfen 16- und 17-Jährige bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im Herbst einen Stimmzettel abgeben. Wie sie sich auf die Wahl vorbereiten und was sie sich wünschen.
Zum ersten Mal dürfen 16- und 17-Jährige bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im Herbst einen Stimmzettel abgeben. Wie sie sich auf die Wahl vorbereiten und was sie sich wünschen.
Schwerin (dpa/mv) - Noch ein halbes Jahr, dann wählen die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September den nächsten Landtag. Zum ersten Mal dürfen auch 16- und 17-Jährige an die Wahlurne. Ein Schritt in die richtige Richtung, findet Lucie Luther aus Rostock. "Kinder und Jugendliche sind bisher komplette Außenseiter", sagt sie. "Das Wahlalter zu senken signalisiert: Okay, Leute, wir vertrauen euch."
Für die 20-Jährige ist es die erste Landtagswahl. Das sei "irgendwie ironisch". Sie habe bereits bei Kommunal-, Bundestags- oder Europawahl gewählt und sei schon lange politisch aktiv. Aktuell ist sie Vorstandsmitglied im Dachverband der Kinder- und Jugendgremien MV. "Wenn man einmal in dieser Jugendgremien-Bubble drin ist, kann man sich da eigentlich nur wohlfühlen", sagt sie. "Junge Menschen sind mit 12 oder 16 durchaus in der Lage, Politik mitzugestalten."
Der Landtag hatte 2022 mit breiter Mehrheit die Absenkung des Wahlalters beschlossen. MV war damit nach Brandenburg, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg das sechste Bundesland. Bei Kommunalwahlen kann im Land schon länger ab dem Alter von 16 Jahren gewählt werden. Laut Landeswahlleitung seien im Herbst damit rund 25.000 Minderjährige wahlberechtigt, wie zum Zeitpunkt der Absenkung geschätzt worden sei.
"Die Perspektiven und Interessen der jungen Generation gehören selbstverständlich in demokratische Entscheidungsprozesse", sagt die Geschäftsführerin des Landesjugendrings MV, Ina Bösefeldt. Junge Menschen seien von vielen politischen Entscheidungen unmittelbar betroffen.













